Der Kongress „Frieden und Dialog“ bringt Menschen zusammen, die sich für Verständigung, Gerechtigkeit und eine friedliche Zukunft einsetzen. Durch Vorträge, Diskussionen, künstlerische Beiträge und den Austausch von Friedensinitiativen entsteht Raum für neue Impulse und Begegnungen. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen setzen: Wir sagen Nein zu Krieg und Aufrüstung – und Ja zu Frieden, Vielfalt und Dialog.
Bitte beachten Sie auch unser Rahmenprogramm und unsere Speisekarte.
– Programmänderungen vorbehalten –
Freitag, 24. Oktober
16:00 Uhr
Einlass und Registrierung
17:00 Uhr
Eröffnung
– Marion Schneider –
17:15 Uhr
Theatergruppe des Gymnasiums Mellingen zum Frieden
18:00 Uhr
Pause
18:45 Uhr
Luftakrobatik
– AnneKa Luft & Sasha Zucker –
Mit Vertikaltuch und Vertikalseil gestalten die beiden Artist:innen ein poetisches Spiel zwischen weiblichen und männlichen Prinzipien. Begleitet von russischer Jazzmusik (Pervoe Solnce) entsteht eine kleine Welt, in der Gegensätze sich begegnen und zu einem harmonischen Ganzen verbinden.
19:15 Uhr
Gitarren-Konzert
– André Krengel –
21:00 Uhr
Diskothek zum Tanzen ( bis 23:00 Uhr )
mit DJ Böttcher
Die Freiwillige Feuerwehr Liebstedt verwöhnt an diesem Abend im Burg-Innenhof mit echter Thüringer Rostbratwurst. Das Burg-Team bietet vegetarische und vegane Suppen sowie Bier, Brause und andere Köstlichkeiten.
Samstag, 25. Oktober
08:00 Uhr
Einlass, Registrierung, Networking
09:00 Uhr
Kriegsdienstverweigerung – kurze Einleitung
– Dirk Wohlgemut –
Durchgängig während der Veranstaltung bietet Dirk eine persönliche und individuelle Beratung zum Thema Kriegsdienstverweigerung an. Auf Wunsch hilft er bei der Formulierung und Adressierung von Anträgen.
09:15 bis 12:00 Uhr
Das Thema Gewaltenteilung
Die Gewaltenteilung zwischen Gesetzgebung (Legislative/Parlamente), Ausführung der Gesetze (Exekutive/Regierungen) und Recht sprechender Gewalt (Judikative/Richter, Staatsanwälte) ist die Grundlage einer funktionierenden Demokratie. Wie sieht es mit der Gewaltenteilung in Deutschland aus? Und gibt es Verbesserungsbedarf? Wie könnten Reformen aussehen? Und welche Rolle können dabei die Bürgerinnen und Bürger, neuerdings auch Zivilgesellschaft genannt, spielen? Würden Formen der direkten Demokratie wie Bürgerräte, Volksentscheide und Volksabstimmungen eine stärkere Bindung der Zivilgesellschaft an das politische Leben bewirken und das Funktionieren der Demokratie verbessern können?
Diese Fragen werden durch Beiträge und die Diskussion beleuchtet.
09:15 bis 9:40 Uhr
Vertikale und horizontale Gewaltenteilung in Deutschland
Ralf Ludwig, Anwalt
In Deutschland gibt es das Prinzip der doppelten Gewaltenteilung: horizontal zwischen Legislative, Exekutive und Judikative sowie vertikal zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Beides soll Machtkonzentration verhindern und Demokratie, Rechtstaatlichkeit und lebendige politische Teilhabe stärken.
9:40 bis 10:05 Uhr
Gewaltenteilung in der Schweiz
Claudio Zanetti, Jurist und Politiker
Dieser Vortrag beleuchtet die der besonderen Form der Gewaltenteilung in der Schweiz: Sie beruht auf Föderalismus – der Machtverteilung zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden – und auf der direkten Demokratie mit Volksinitiativen und Referenden.
10:05 bis 10:30 Uhr
Diskussion unter Einbeziehung des Publikums
10:30 bis 11:00 Uhr
Pause
11:00 bis 12:00 Uhr
Publikumsdiskussion: Chancen mit einer Demokratie von unten
Mit Matthias Berger, parteiloses Mitglied des sächsischen Landtags, Ralf Ludwig und Claudio Zanetti über die Möglichkeiten der Durchsetzung neuer politischer Regelungen zur Entwicklung einer Demokratie von unten. Moderation: Marion Schneider
12:00 bis 13:30 Uhr
Mittagessen mit dem Kesselgulasch und vegetarischer Erbsensuppe vom Liebstedter Bürgermeister sowie und belegte Brote
13:30 bis 17:30 Uhr
Der Dialog – Russland und Deutschland
13:30 bis 14:00 Uhr
1725-2025: 300 Jahre deutsch-russische „Verwandtschaften“
– Jörg Ulrich Stange –
Der Kieler Historiker blickt auf die engen dynastischen Beziehungen deutscher Fürstendynastien mit dem russischen Zarenhaus und die daraus resultierende enge deutsch-russische Partnerschaft in Europa über zwei Jahrhunderte, die ebenso zu einem vielfältigen kulturellen Austausch führten. Der Referent begründet zudem, warum nicht nur die historisch-dynastischen Verbindungen es erlauben, vom Begriff der engen „Verwandtschaft“ unserer Völker zu sprechen.
14:00 bis 15:30 Uhr
Wie geopolitische Narrative und kulturelle Tiefenstrukturen unser Verhältnis zu Russland prägen
– Dr. Hauke Ritz –
In diesem Vortrag werden die kulturellen und geopolitischen Unterschiede zwischen Russland und dem Westen beleuchtet – jenseits tagespolitischer Debatten. Dr. Ritz geht der Frage nach, warum Russland eine eigenständige Zivilisationsidee verfolgt, welche historischen Entwicklungen dahinterstehen und was dies für das europäische Selbstverständnis bedeutet. Ein Plädoyer für ein neues, souveränes Denken in Europa – jenseits von Blocklogik und Feindbildern.
15:30 bis 16:15 Uhr
Pause mit reichhaltigem Kuchenbuffet der Liebstedter Kuchenbäckerinnen
16:15 bis 16:45 Uhr
Deutschland und die Deutschen – Freund oder Was? Veränderungen im Deutschlandbild in der Russischen Föderation
– Iwana Steinigk –
Der russische Blick auf Deutschland ist wie jeder Blick in eine fremde Gesellschaft abhängig von Perspektive und Kontext. Welche Rolle spielen Vorstellungen und Bilder voneinander für die russisch – deutschen Beziehungen? Auf der Grundlage russischer Meinungsumfragen – mit Fokus auf Veränderungen der letzten zehn Jahre – beleuchtet der Beitrag das Deutschlandbild in der Russischen Föderation. Welchen Einfluss haben dabei politische Narrative, aktuelle Ereignisse und verwurzelte Stereotype?
16:45 bis 17:10 Uhr
Russischunterricht – eine Brücke des Friedens
– Christiane Harder –
Die Sprachlehrerin berichtet über ihre jahrzehntelange Erfahrung in der Fortbildung von Russischlehrkräften im Rahmen der „Russischen Woche“, die sie leitet. Lehrkräfte mit deutscher, russischer und ukrainischer Herkunft, aber auch aus Moldawien, dem Kaukasus, Mittelasien, dem Baltikum, den USA und anderen Ländern tauschen sich über den Schulalltag, die Sprache und den Unterricht aus, und Eindrücke aus der Fortbildungsarbeit und Überlegungen zu Kommunikation und friedlichem Miteinander werden angestellt.
17:10 bis 17:30 Uhr
Deutschland–Russland: Erinnerung und zivilgesellschaftliche Perspektiven
– Christiane Reymann –
Der Vortrag gibt einen kurzen Einblick in die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland. Im Fokus steht der Ausblick auf eine geplante Bildungs- und Erinnerungsinitiative zum 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 2026. Der Beitrag beleuchtet die Bedeutung gemeinsamer Erinnerungskultur und wie sich gesellschaftliches Engagement für Versöhnung und Verständigung konkret gestalten kann.
17:30 bis 19:00 Uhr
Abendessen
Im weiteren Verlauf des Abends bleibt die Innenburg bis 23 Uhr geöffnet. Alexander Philipp Hahne wird den Abend rund um die Feuerschale musikalisch begleiten.
Folgende Programmpunkte des Abends werden in der neben der Burg liegenden Liebstedter Kirche St. Laurentius stattfinden. Der Eintritt in die Kirche ist öffentlich und kostenlos. Um Spenden wird gebeten.
19:00 bis 21:00 Uhr
Abendveranstaltung in der Kirche St. Laurentius zu Liebstedt
Friedensgottesdienst mit Pfarrer Eckhart Friedrich
Ein Moment der Einkehr und der Besinnung, in dem wir den Abend in Vertrauen miteinander beginnen.
Über die Liebe
Dr. Diether Dehm ist Musiker, Liedermacher, Politiker und Autor war viele Jahre Mitglied des Bundestags. Als Mensch, als Schriftsteller und als Verfasser vieler bekannter Liedtexte wie „Tausendmal berührt…“ ist ihm das Thema Liebe sehr vertraut.
Anja Abel und Bruder Theophilus werden gemeinsam aufzeigen, wie Liebe im Alltag gelebt, erfahren und weitergegeben werden kann. Ihr Beitrag wird von zwei berührenden Musikstücken des Weimarer Musikers Tom Horn eingeleitet.
Musikalisch umrahmt wird der Abend von Theresa Schöne (Harfe und Gesang) und Corinna Gehre (Gitarre und Gesang).
Sonntag, 26. Oktober
08:00 bis 09:00 Uhr
Einlass, Registrierung, Networking
09:00 bis 09:35 Uhr
Friedensbewegung der 80er Jahre – was können wir lernen?
– Dr. Diether Dehm –
09:35 bis 09:55 Uhr
Netzwerken und Fundraising – wie kann die Friedensbewegung
erfolgreich sein?
– Sabina Kocherhans –
09:55 Uhr
Pause
10:15 bis 11:45 Uhr
Workshops
Spenden, Sponsoren und Netzwerke – Fördermöglichkeiten für Kongresse
– Sabina Kocherhans –
In diesem Workshop erarbeiten die Teilnehmenden praxisnah Strategien, wie Fördermittel und Sponsoren für Kongresse und Projekte gewonnen werden können. Gemeinsam werden konkrete Schritte zur erfolgreichen Antragstellung und Netzwerkpflege besprochen.
Kriegsdienstverweigerung – Hinweise und Diskussionen
– Florian D. Pfaff –
In diesem Workshop werden rechtliche Rahmenbedingungen, persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Aspekte der Kriegsdienstverweigerung vorgestellt und diskutiert. Teilnehmende sind eingeladen, Fragen zu stellen und sich aktiv einzubringen.
Dauerberatung Individuell über Kriegsdienstverweigerung
Dirk Wohlgemut
Für ein neutrales Deutschland – Perspektiven und Diskussion
Anneliese Finkentscher & Andreas Neumann
Die Mitinitiatoren der Kampagne „Für ein neutrales Deutschland“, laden zu einem interaktiven Workshop ein. Im Mittelpunkt steht die Diskussion über die Idee eines neutralen Deutschlands als Beitrag zu Frieden und internationaler Verständigung.
Wer gehört zur Nachbarschaft?
– Micky Remann –
In einem Kreis werden denjenigen Kräften Sitz und Stimme verliehen, die im dominierenden Verständnis der Realität gar nicht oder nur in untergeordneter Rolle vertreten sind. Stellen wir uns einen symbolischen Kreis vor, in dem neben den Menschen auch das Element Wasser, Gaia, die Biosphäre, die indigenen Völker, das arktische Meer, die Künstliche Intelligenz und die nicht-menschliche kosmische Intelligenz als Nachbarn vertreten sind. Wie stehen sie miteinander in Beziehung? Wie treten sie miteinander in einen Dialog? Bahnt sich eine neue Art der Gewaltenteilung an? Um das Konzept des symbolischen Nachbarschaftstheaters zu veranschaulichen wird die Präsentation durch animierte Bilder ergänzt.
Frieden schaffen durch Bewusstseinsentwicklung
– Bernd Ziege –
Frieden ist ein wichtiges Ziel des menschlichen Zusammenlebens. Durch die Jahrtausende war Krieg ein ständiger Begleiter der Menschheit. Auch heute stehen wir wieder vor größten Herausforderungen und alle Anzeichen deuten auf einen neuen Krieg. Niemand hätte für möglich gehalten, dass dies im 21. Jahrhundert noch so einfach möglich sein könnte. Wir als Bevölkerung schauen mehr oder weniger hilflos zu.
Die Medienmacht der Beeinflussung ist außerordentlich groß und fast übermächtig. Von den Eliten wird eine Politik gegen das Volk gemacht und wir sind fast hilflos ausgeliefert. Die Friedensbewegung erreicht nur einen sehr kleinen Teil des Volkes.
Es erweist sich, dass es den Herrschenden immer wieder gelungen ist, die Meinung des Volkes zu manipulieren und sie gegen ihren Willen in einen Krieg zu führen.
Diesen Missstand gilt es aufzuklären und mit dem richtigen Wissen zu beenden. Der Schöpfungsprozess ist ein harmonisches System der Einheit, das aus sich heraus keinen Krieg benötigt. Erst die vom Menschen erzeugte Trennung des Seins ermöglicht die Ursachen von Krieg.
Der Prozess des Friedens beginnt dabei aber im Inneren eines jeden Menschen mit der richtigen Erkenntnis der Schöpfungsgesetze. Dabei geht es um Toleranz, Verständnis und Mitgefühl. Ein höheres Bewusstsein unterstützt dies und ermöglicht ein friedliches Zusammenleben. Ohne ein höheres Bewusstsein wird es keinen Frieden geben.
Die unmittelbaren und langfristigen Folgen eines Atomkriegs
– Prof. Dr. Klaus-Dieter Kolenda –
Dieser Workshop widmet sich den unmittelbaren und langfristigen Folgen eines Atomkriegs. Aufbauend auf einem 2024 veröffentlichten Artikel in den NachDenkSeiten werden mögliche Auswirkungen wie Zerstörung, Strahlenbelastung, nuklearer Winter, ökologische Schäden und globale Hungersnöte thematisiert. Ergänzend dazu werden Auszüge aus dem britischen Zeichentrickfilm „Wenn der Wind weht“ (1986) von Raymond Briggs gezeigt, der in erschütternder Weise das Schicksal eines älteren Ehepaars nach einem Atomangriff schildert. Die filmische Darstellung veranschaulicht auf eindrückliche Weise die menschliche Dimension der Bedrohung und ergänzt das Thema um eine emotionale Perspektive.
Gern können Interessierte mit Herrn Prof. Kolenda während des Workshops oder auch während der Veranstaltungstage besprechen, wann, wo und wie es Möglichkeiten gibt, den Film in voller Länge zu zeigen mit anschließenden Diskussionen, um dieses Thema bekannter zu machen.
Gewaltfreie Kommunikation
– Lukas Osburg –
Lukas Osburg ist ausgebildeter Trainer für Gewaltfreie Kommunikation – kurz: GFK – und hat große Freude daran, sein Wissen und seine Fähigkeiten an Menschen weiterzugeben. Das Lernen in seinen Seminaren gelingt ganz leicht mit viel Freude und Lachen. Warum? Weil er sein „Hobby“ Lachen zum Beruf gemacht hat, indem er Lachyoga-Seminare anbietet. Ein Leben ohne GFK oder Lachyoga will er sich nicht mehr vorstellen. Diese Begeisterung möchte er in diesem Workshop weitergeben an die Teilnehmenden.
11:45 bis 13:15 Uhr
Mittagessen
13:15 bis 14:00 Uhr
Musik für den Frieden
– Yann Song King –
15:00 bis 16:00 Uhr
Vorstellung der Ergebnisse der Workshops und Abschlusserklärung
16:00 Uhr
Apollon und Klio
Ein Theaterstück von und mit Gerben und Christine van der Heide
Ein kleines Schmunzelstück zum guten Schluss. Worum es genau geht? Das bleibt bis zur Aufführung ein gut gehütetes Geheimnis. Doch wer die kleinen Theaterstückchen der beiden kennt, weiß: Man darf sich auf feinen Witz, überraschende Wendungen und jede Menge Charme mit einem Augenzwinkern freuen.
ab 16:30 Uhr
Auf Wiedersehen mit Kaffee und Kuchen und anderen stärkenden Köstlichkeiten
Rahmenprogramm
Bücherstand
Ganztägig durchgehend betreut – mit vielfältiger Literatur rund um Frieden und Dialog. Möchten Sie als Autor Ihre eigenen Bücher mit ausstellen und passen sie zum Thema? – Dann schicken Sie uns zur Anmeldung der Bücher und Mengen vorab eine Mail an . Die Bücher sollten ungefähr 2 Wochen vor Veranstaltungsbeginn bei uns eintreffen. Verkaufte Exemplare werden nach der Veranstaltung abgerechnet.
Kreativkurs in der Kunstfarm Werkstatt
Während des Kongresses (nur Samstag und Sonntag) bietet Simone Heimstädt in ihrem Atelier in der Ordensburg Liebstedt ein offenes Kreativangebot für Jung und Alt. Teilnehmer können mit Ton, Farbe und Drucktechniken arbeiten – alles ohne Drehscheibe, in entspannter Atmosphäre. Ideal zum Abschalten, Mitmachen und Gestalten. Bitte spätestens 2 Wochen vorher direkt anmelden bei
Kleine Friedensausstellung
Wer seine Aktionen, Aktivitäten oder auch Produkte vorstellen möchte, kann sich hierzu in unserem Ausstellungsraum einen Ausstellungstisch zu kleinem Preis anmieten. Setzen Sie sich dazu mit uns in Verbindung, damit wir Ihre Wünsche besprechen und berücksichtigen können.