Ein Studienrat spricht

auf unserem 2026 Friedenskongress im September. Alexej Sesterheim hat sich intensiv mit den Themen Pädagogik beschäftigt. In seinem Essay „Erziehung als eine Folge verdrängter religiöspolitischer Gewalt“ “ stellt er die Frage: Wie tief reichen die Spuren religiöser und gesellschaftlicher Gewalt in unsere Erziehung, unser Denken und unser Verhältnis zu Körper, Sexualität und Autorität hinein?

Ausgehend von einer persönlichen Kindheitserfahrung im katholischen Nachkriegsdeutschland spannt Alexej Sesterheim einen weiten historischen Bogen: von verdrängten Traumata über Denkverbote und Gehorsam bis hin zur Hexenverfolgung und deren möglichen Folgen für unsere moderne Kultur.

Der Text verbindet autobiografische Erinnerung, historische Analyse und gesellschaftskritische Reflexion zu einer eindringlichen Auseinandersetzung mit der Frage, wie Macht, Angst und Moral über Generationen weitergegeben werden — und was echte „Religion“ ursprünglich einmal bedeutet haben könnte: Rückbindung an das Leben selbst.

Eine provozierende, persönliche und zugleich politische Spurensuche, über die Sesterheim auf unserem Kongress in Workshops berichtet.