Programm 2026

Der Kongress „Frieden und Dialog“ bringt Menschen zusammen, die sich für Verständigung, Gerechtigkeit und eine friedliche Zukunft einsetzen. Durch Vorträge, Diskussionen, künstlerische Beiträge und den Austausch von Friedensinitiativen entsteht Raum für neue Impulse und Begegnungen. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen setzen: Wir sagen Nein zu Krieg und Aufrüstung – und Ja zu Frieden, Vielfalt und Dialog.

Programmänderungen vorbehalten –

ab 17:00 Uhr

Der Rost brennt
Bratwurst, Brätel und Getränke der Feuerwehr Liebstedt e.V.
An der St. Laurentius Kirche Liebstedt

18:00 Uhr

Friedensgottesdienst
St. Laurentius Kirche Liebstedt

19:00 Uhr

Pause zur Stärkung mit der Feuerwehr Liebstedt – Der Rost brennt weiter

19:30 Uhr

Einlass zum Konzert in der Kirche St. Laurentius Liebstedt

20:00 Uhr

Friedenskonzert mit Ronny Weiland
Ort: St. Laurentius Kirche in Liebstedt
(Eintritt: 35,00 Euro)

Abschluss: Gemeinsames Singen „Kleine Friedenstaube“
Ort: St. Laurentius Kirche in Liebstedt

Samstag, 26. September

ab 08:00Uhr

Einlass, Registrierung, Eintragung in die Workshops am Vormittag

09:00 Uhr

Willkommen
Begrüßung durch Marion Schneider

09:15 Uhr

Bewusstsein und Frieden
Bernd Ziege, Neuengönna  
Nie war Frieden so bedroht wie heute. Der Beitrag fragt, warum alte Denkweisen versagen und welche neue Aufklärung nötig ist, um Krieg zu verhindern – durch Wahrheit, Bewusstsein, Freiheit und eine neue Kultur des Friedens.

Nie war der Frieden in der Neuzeit so stark bedroht wie heute.  Alle Lehren der Geschichte scheinen vergessen. Die Friedensbewegung hat keine Kraft. Viele Friedenskräfte werden als Rechts diffamiert
Ein neuer Geist ist notwendig, um einen drohenden Krieg abzuwenden. Entsprechend den Hinweisen Einsteins, dass die Probleme nicht mit dem alten Denken gelöst werden können, von denen sie verursacht wurden, müssen neue Wege gefunden werden. Diese Wege sind vorhanden.
Sie bestehen in einer Veränderung des Bewusstseins, in einer Neubewertung der jetzigen Situation, in einer neuen Aufklärung, der wirklichen Nutzung der eigenen Vernunft. 
Krieg ist nur denkbar, wenn Unwahrheiten glaubhaft im Volk verankert werden können. Die Erkenntnis der Wahrheit lässt ein Lügengebäude einstürzen und macht Krieg unmöglich. Dazu braucht es eine Aufklärung 2.0, die noch nicht stattgefunden hat. Sie kann heute und jetzt von Liebstedt ausgehen.
Eine reichhaltige deutsche Geistesgeschichte, die maßgeblich vor über 200 Jahren in Jena und Weimar ihre Wurzeln hatte, kann zur Friedenserhaltung wirksam beitragen. Frieden ist möglich. Es bedarf eines neuen Bewusstseins vieler und er wird nur von “unten” kommen.
Voraussetzung für Frieden ist Freiheit, in erster Linie Meinungsfreiheit und Verbundenheit, auch im Erkennen der Einheit und Untrennbarkeit alles Lebendigen. Es braucht eine neue Kraft der geistigen Größe. Die Veränderung muss in jedem Einzelnen selbst beginnen. Frieden im Einzelnen, in der Beziehung und zum Anderen bedeutet Frieden in der Gesellschaft und braucht keine Herrschaft und Führung.

09:45 Uhr

Aufteilung der Gruppen für die Workshops

10:00 Uhr

Workshops in verschiedenen Räumen

Workshop 1
Friede mit dem Kind als erste Voraussetzung für Heilung von Trauma, für Beziehungs- und Friedensfähigkeit
Powerpoint-Vortrag und Austausch mit Alexej Sesterheim
Welche geistigen Prägungen führen zu Gewalt und Selbstzerstörung? Der Beitrag lädt dazu ein, Kindheit, Freiheit und Erziehung neu zu denken – inspiriert von Tolstoi und Alice Miller – und radikal friedliche Wege im Miteinander zu entdecken.

Was du heute denkst, wirst du morgen tun.Tolstoi

Den selbstzerstörerischen Prozessen im privaten wie im kollektiven Leben liegen lang tradierte Irrtümer und meist unbewusste Fehlprägungen zugrunde. Das Aufspüren der geistigen Ursachen menschlicher Destruktion und deren Ächtung birgt daher unendliche Werte und steht jedem Menschen offen. Wer sich das ungeheure Machtgefälle zwischen Erwachsenem und Kind bewusst macht und sich dazu noch ein positives Bild vom Neugeborenen bewahrt oder erarbeitet hat – im Sinne von Alice Millers Satz: „Das Kind ist immer unschuldig“ – der wird von allem erzieh-herrischen Gebaren Abstand nehmen und bedingungslosen Frieden mit dem Kind schließen.  
Zustimmung oder erste Bedenken zu diesem radikal freiheitlichen und NOT-wendendem Ansatz können in der anschließenden Diskussion gehört und abgewogen werden.

Workshop 2
Zivile Diplomatie, Erinnerungskultur und Versöhnungsarbeit zwischen Deutschland und Belarus
Uwe Werner Schierhorn und Valery Dzerkach
Wie können Erinnerung, Dialog und kultureller Austausch zur Versöhnung beitragen? Der Workshop beleuchtet deutsch-belarussische Verständigungsarbeit und zeigt, welche Rolle Bildung, Medien und Zivilgesellschaft in Friedensprozessen spielen können.

Lukas 17-3: „Wenn Dein Bruder sündig, so wirf es ihm vor! Und wenn er bereut, so vergib ihm!“

Der Workshop beleuchtet die Rolle zivilgesellschaftlicher Initiativen in der Verständigungsarbeit zwischen Deutschland und Belarus. Im Fokus stehen öffentliche Diplomatie, historische Bildungsarbeit sowie der gesellschaftliche Umgang mit Krieg, Gewalt und deren Folgen.
Ausgangspunkt ist die belarussisch-luxemburgische Bürgerinitiative „Sapko-Bel“, aus der die internationale Bewegung „Perspektive des Friedens“ hervorgegangen ist. Ziel ist es, durch kulturellen Austausch und Dialogformate den Kontakt zwischen deutschen und belarussischen Zivilgesellschaften zu stärken.
Zentrale Frage ist, wie Erinnerungskultur und die Aufarbeitung historischer Ereignisse – insbesondere des Zweiten Weltkriegs – zu Verständigung und Versöhnung beitragen können.
Der Workshop kombiniert kurze Inputs, Fallbeispiele, audiovisuelle Materialien und moderierte Diskussionen zur Rolle von Bildung, Medien und Kultur in Friedensprozessen.
Weiterführende Informationen:

Zielgruppe
Der Workshop richtet sich an Menschen aus Bildung, Kulturarbeit, Journalismus, Zivilgesellschaft und Erinnerungskultur sowie an alle Interessierten, die sich mit Fragen der historischen Verantwortung und der deutsch-belarussischen Verständigung beschäftigen.

Workshop 3
Der Friedensauftrag des Grundgesetzes vs. illegale Einsätze
Diskussionsforum Florian D. Pfaff, Bundeswehroffizier, und anderen
Wie lassen sich Friedensauftrag, Sicherheitspolitik und militärische Verteidigung im Grundgesetz vereinbaren? Das Diskussionsforum lädt zu einer sachlichen Debatte über Verfassung, Bundeswehr und unterschiedliche friedenspolitische Perspektiven ein.

Im Diskussionsforum wird die Rolle von Frieden, Sicherheitspolitik und militärischer Verteidigung im Rahmen der verfassungsrechtlichen Ordnung diskutiert. Dabei wird der im Grundgesetz verankerte Friedensauftrag sowie die Einbindung der Bundeswehr als Parlamentsarmee thematisiert.
Zudem soll kritisch über den Umgang mit militärischer Gewalt, politische Entscheidungsprozesse im Bereich Sicherheitspolitik sowie unterschiedliche gesellschaftliche Bewertungen dieser Fragen gesprochen werden.
Ziel ist eine sachliche Auseinandersetzung mit verfassungsrechtlichen Grundlagen, staatlicher Sicherheitsarchitektur und unterschiedlichen friedens- und sicherheitspolitischen Perspektiven.

Workshop 4
Überblick Russland/Ukraine Konflikt – Was geschah 2025 und 2026 bis heute? 
Iwana Steinigk, AK Zukunft Donbass e.V.
Informationen folgen

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Workshop 5
Familiensprechen – Gewaltfreie Kommunikation in der Familie
Peggy Kurdinat, Familiensprechen.de, Weimar
Wie gelingt ein friedvolles Miteinander in der Familie? Der Workshop „Familiensprechen“ lädt dazu ein, verbindende und trennende Kommunikation zu unterscheiden und mithilfe der Gewaltfreien Kommunikation neue Wege für mehr Empathie, Authentizität und Verbundenheit im Alltag zu entdecken.

Im Workshop „Familiensprechen – Gewaltfreie Kommunikation in der Familie“ geht es darum, die Unterschiede zwischen trennender und verbindender Kommunikation zu erforschen. Welche Bausteine können dienlich sein, um ein friedvolles Miteinander zu gestalten und welche Möglichkeiten kennt die GFK, sich authentisch auszudrücken, empathisch zuzuhören und mit sich selbst gut verbunden zu sein? Diese Fragen werden wir anhand von Alltagsbeispielen betrachten und mit Impulsen für den Familienalltag bereichern.

Workshop 6
Übungen und Handgriffe der Selbstheilung nach dem medizinischen TAO-System
Heike Langpap, Naumburg
Wie können Körper, Geist und innere Balance wieder in Einklang kommen? Der Tagesworkshop vermittelt taoistische Gesundheitsübungen nach Dr. Stephen T. Chang und zeigt einfache, alltagstaugliche Wege zu mehr Ruhe, Vitalität und Selbstwahrnehmung.

Dieser Tagesworkshop vermittelt grundlegende Übungen und Prinzipien des taoistischen Gesundheitsverständnisses nach Dr. Stephen T. Chang. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Körper, Geist und innerer Balance sowie die Frage, wie Gesundheit und Wohlbefinden auf natürliche Weise unterstützt und gestärkt werden können.
Neben kurzen theoretischen Impulsen liegt der Schwerpunkt auf praktischer Erfahrung: einfache Bewegungs-, Atem- und Achtsamkeitsübungen sowie traditionelle taoistische Methoden, die ohne Hilfsmittel im Alltag anwendbar sind.

Inhalte des Workshops:

  • Einführung in Pa Kua und die „acht Kostbarkeiten“ – Hintergründe und Bedeutung
  • Was können wir bei körperlichen Schmerzen tun, außer Schmerzmittel einzunehmen?
  • Körperliche Übungen zur Förderung von Gesundheit, Vitalität und innerem Frieden
  • Die Rolle von Wahrnehmung und Achtsamkeit (z. B. kleine Experimente mit „anders sehen“)
  • Praktische Anwendungen traditioneller Methoden wie „Himmelstrommel“ und Atemarbeit
  • Einblicke in die Verbindung von innerem Frieden und körperlichem Wohlbefinden
  • Alltagsnahe Übungen zur Selbstregulation und Stressreduktion

Der Workshop basiert auf dem taoistischen Ansatz, der Körper und Geist als Einheit versteht. Die vermittelten Übungen sind einfach, natürlich und jederzeit durchführbar – ohne Geräte oder Hilfsmittel.

Ziel des Workshops
Die Teilnehmenden lernen praktische Werkzeuge kennen, um mehr Ruhe, Stabilität und Energie im Alltag zu entwickeln und ihre Selbstwahrnehmung zu stärken.

Workshop 7
Ehrliches Mitteilen nach Gopal – Jeden Krieg beenden
Helena Romanus und David Aleithe, Friedensatelier Halle
Das Selbsthilfewerkzeug Ehrliches Mitteilen nach Gopal sorgt dafür, dass auf der kleinsten gesellschaftlichen Ebene – im direkten zwischenmenschlichen Kontakt – ein beeindruckendes Potenzial sichtbar wird. Jeder, der EM intensiv praktiziert, wird zum „Effektiven Mikroorganismus“ in der Gesellschaft und hat das Zeug dazu, sein Umfeld nachhaltig zu befrieden. Der Workshop ist auch für Familien geeignet.

Workshop 8
Zukunftsreise ins Liebstedt Lab
Musia Bus und Micky Remann
Kann eine alte Scheune zu einem magischen Zukunftsort werden? Im Liebstedt Lab reist Ihr mit Fantasie, Bildern und Musik in die Zukunft. Taucht ein in ein Planetarium mit Wasser, entdeckt neue Welten und findet heraus, wie Frieden mit allen Sinnen erlebt werden kann.

Der Ordensburg Liebstedt ist auf Anhieb nicht anzusehen, dass hinter alten Mauern die vielen Aspekte des Friedens diskutiert werden. Oder ist es der Beginn einer Entwicklung, die noch viel weitergeht? Im Rahmen des Workshops wird eine Projektidee vorgestellt, bei der Teilnehmer und Teilnehmerinnen jeden Alters auf eine Abenteuerreise in die Zukunft gehen. Die Reise beginnt in der Scheune hinter der Burg, deren Ist- Zustand erst einmal wenig erwarten lässt. Die Reise führt in eine Zeit, in der sich die Scheune verwandelt hat. Sie ist zu einem Zukunftslabor geworden. Äußerlich bleibt das Gebäude erhalten, aber das Innere hat sich drastisch verändert. Wir nennen es Liebstedt Lab.
Im Liebstedt Lab wird erforscht, erlernt und erlebt, was passiert, wenn zwei bekannte Thüringer Innovationen zu einer dritten verschmelzen. Viele kennen das Planetarium in Jena mit der 360° Fulldome-Projektion, viele kennen die Toskana Therme Bad Sulza mit dem Liquid Sound System zum Musikhören unter Wasser. Niemand kennt bisher die Kombination der beiden.
Schwer vorstellbar? Der Workshop beginnt mit der Vorführung eines Films. Der Medienarchitekt Sergey Prokofyef hat sich die Mühe gemacht, das Liebstedt Lab virtuell zu erbauen, zu animieren, zu simulieren.
Ein paar Jahre vorausgedacht, ist im Liebstedt Lab ein mit Thermalwasser gefülltes Planetarium entstanden. In der Kuppel über dem Pool sind Bild- und Videoprojektionen zu sehen, im Wasser erklingt passende Musik. Menschen aus der Region und aus aller Welt erkunden die multimedialen Möglichkeiten, gestalten, komponieren und experimentieren.
Jetzt geht die Reise richtig los! Wir malen uns den Besuch im Liebstedt Lab so plastisch wie möglich aus. Wir legen uns in das (virtuelle) Wasser, wir lauschen den Klängen im Liquid Sound Pool, wir betrachten die Fulldome-Projektionen in der Kuppel – und wir lenken die Aufmerksamkeit auf eine konkrete Frage: Ermöglicht das Eintauchen in diese Welt einen neuen Zugang zum inneren Frieden? Einzeln und in der Gruppe? Entstehen hier Impulse, die einer friedlichen Welt zum Ausdruck verhelfen? Für alle, mit allen Sinnen?
Wie die Reise im Lern- und Fantasieort Liebstedt Lab weitergeht, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.
Am Ende des Workshops wird die Scheune genauso aussehe wie vorher. Es sei denn, es hat sich etwas verändert…

Workshop 9
Ein Betroffner berichtet aus Afghanistan
Hamed Amiri
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Dieser Tagesworkshop vermittelt grundlegende Übungen und Prinzipien des taoistischen Gesundheitsverständnisses nach Dr. Stephen T. Chang. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Körper, Geist und innerer Balance sowie die Frage, wie Gesundheit und Wohlbefinden auf natürliche Weise unterstützt und gestärkt werden können.
Neben kurzen theoretischen Impulsen liegt der Schwerpunkt auf praktischer Erfahrung: einfache Bewegungs-, Atem- und Achtsamkeitsübungen sowie traditionelle taoistische Methoden, die ohne Hilfsmittel im Alltag anwendbar sind.

Inhalte des Workshops:

  • Einführung in Pa Kua und die „acht Kostbarkeiten“ – Hintergründe und Bedeutung
  • Was können wir bei körperlichen Schmerzen tun, außer Schmerzmittel einzunehmen?
  • Körperliche Übungen zur Förderung von Gesundheit, Vitalität und innerem Frieden
  • Die Rolle von Wahrnehmung und Achtsamkeit (z. B. kleine Experimente mit „anders sehen“)
  • Praktische Anwendungen traditioneller Methoden wie „Himmelstrommel“ und Atemarbeit
  • Einblicke in die Verbindung von innerem Frieden und körperlichem Wohlbefinden
  • Alltagsnahe Übungen zur Selbstregulation und Stressreduktion

Der Workshop basiert auf dem taoistischen Ansatz, der Körper und Geist als Einheit versteht. Die vermittelten Übungen sind einfach, natürlich und jederzeit durchführbar – ohne Geräte oder Hilfsmittel.

Ziel des Workshops
Die Teilnehmenden lernen praktische Werkzeuge kennen, um mehr Ruhe, Stabilität und Energie im Alltag zu entwickeln und ihre Selbstwahrnehmung zu stärken.

Workshop 10
 MitSingen – ZusammenWachsen
Dr. Werner Steffens
Der Workshop hat 4 Komponenten, die nach den Wünschen der TN zusammengestellt werden:

  1. Mit einfachen Liedern stimmen wir uns aufeinander ein.
  2. Austausch: Wozu haben wir unsere Stimme? Bestimmt nicht, um sie in die Wahlurne zu versenken. Denn wir brauchen sie für uns!
  3. Welche Lieder berühren, heilen und stärken uns?  
  4. Ein Lied gefällt mir sehr, doch mit der Message hab‘ ich’s nicht. Ich werd‘ zum Liederklauer und mache meinen eigenen Text. 

Bringt gerne auch „eure“ Lieder mit, für eure kleine Präsentation und fürs gemeinsame Singen. Alles freiwillig. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Wohlwollende Aufmerksamkeit wird zugesagt.

11:15 Uhr

Berichte aus den Workshops – Austausch

12:00 Uhr

Mittagspause
Der Bürgermeister von Liebstedt verwöhnt auf dem Burghof aus der Gulaschkanone und mit einer vegetarischen Suppe

13:00 Uhr

Auf in den Weltfrieden – aber wo lang? Demonstrieren, Meditieren oder wie?
Vortrag von Helena Romanus, Friedensatelier Halle
Der Vortrag beruht auf persönlichen Erfahrungen in den Jahren 1989–1990, die Zeit der Organisation von Demonstrationen 2020–2023 sowie auf Erfahrungen in spirituellen Gemeinschaften. Im Mittelpunkt stehen persönliche Antworten auf die Frage, wie sich gesellschaftliches Trauma und Ohnmacht überwinden lassen.

13:30 Uhr

Aufteilung der Workshop-Gruppen in die Räume

13:45 – 15:00 Uhr

Workshops in verschiedenen Räumen

Workshop 1
Malen zum Thema Frieden
Michael Arantes Müller
Zeichnungen zum Thema Frieden. Eingeladen mit Mitmalen sind alle Kinder und Jugendlichen von 10 bis 16 Jahren.

Workshop 2
Frieden hat kein Parteibuch
Ernst Haberland, Wirtschaftsverlag Suhl
Informationen folgen

Workshop 3
400 Jahre Hexenverfolgung sind nicht aufgearbeitet, und ihre Schatten zeigen sich noch immer
Powerpoint-Vortrag mit Austausch mit Alexej Sesterheim
Der Vortrag beleuchtet die historischen Folgen der Hexenverfolgung und fragt, wie Kontrolle, Angst und Entfremdung bis heute unser Denken prägen. Im anschließenden Gespräch werden Bezüge zu Gegenwart, Erziehung und Gesellschaft diskutiert.

Das Buch „Die Vernichtung der weisen Frauen“ von Heinsohn/Steiger verbindet scheinbar zusammenhanglose Geschichtsfakten zu einem Gesamtbild. Während der Pest von 1348 – 50 starb den Kirchen und Staaten die Hälfte ihrer Leibeigenen und Soldaten. Daraufhin verboten diese bei Todesstrafe jegliche Genußsexualität zugunsten ausschließlicher ehelicher Fortpflanzungssexualität und rotteten traditionelles Verhütungswissen aus. Wo bisher Zukunftsaussichten für wenige Wunschkinder abgewogen wurden, erzwangen die Behörden grenzenlose Verantwortungslosigkeit in Bezug auf das Wohlergehen der Kinder und Mütter. Spaltung trat zwischen die Geschlechter und zwischen die Generationen. Er-Ziehung, Wachstums- und Fortschrittsideologie sowie Mangel- und Konkurrenzdenken ersetzten Vertrauen ins Leben und Menschlichkeit.
Die Teilnehmer können im anschließenden Gespräch Punkte benennen und verbinden, wo sie und wir alle heute noch von der Hexenverfolgung und der daraus resultierenden Entwürdigung und Pseudomoral betroffen sind.
Ziel des Workshops
Die Teilnehmenden lernen praktische Werkzeuge kennen, um mehr Ruhe, Stabilität und Energie im Alltag zu entwickeln und ihre Selbstwahrnehmung zu stärken.

Workshop 4
Frieden im Medizinrad
Innerer Frieden, Erdverbindung und der Weg der Heiligen Pfeife
Helmut Christof (Sun Dragon)
Frieden beginnt im Inneren. Der Ritual-Workshop verbindet Erdverbundenheit, Selbsterkenntnis und spirituelle Friedenskultur mit dem Medizinrad und dem Friedensweg der Heiligen Pfeife – als erfahrbaren Weg zu Balance und Verbundenheit.

Frieden beginnt nicht zuerst in der Welt – sondern in uns selbst.
In diesem Ritual-Workshop erforschen wir Wege der inneren Versöhnung, Erdverbindung und spirituellen Friedenskultur. Das Medizinrad dient dabei als Spiegel der Seele und als Erfahrungsraum für Balance, Selbsterkenntnis und Verbundenheit mit der Natur. Gemeinsam öffnen wir einen achtsamen Raum, um Frieden nicht nur als Idee, sondern als lebendige Kraft zu erfahren. Ein besonderer Teil des Workshops ist die Begegnung mit dem Friedensweg der Heiligen Pfeife – einem uralten zeremoniellen Werkzeug aus den indigenen Traditionen Nordamerikas, das für Verbindung, Bewusstheit und respektvolles Miteinander steht. Ein Workshop für Menschen, die Frieden in sich selbst und in der Welt neu erfahren möchten.

Workshop 5
Guerilla-Marketing
David Aleithe, Friedensatelier Halle
Guerilla Marketing ist die Kunst, mit minimalem finanziellen Einsatz eine maximale, fast schon explosive Sichtbarkeit zu erreichen. Anstatt sich auf klassische und teure Werbebudgets zu verlassen, setzt diese Strategie auf reine Kreativität, den Überraschungseffekt und den gezielten Bruch mit alltäglichen Erwartungen.

Workshop 6
Buchvorstellung: Frieden schaffen durch Bewusstseinsentwicklung
Bernd Ziege, Neuengönna
Eine wirkliche Veränderung kann nur von unten kommen, von den ganz normalen Menschen. Dazu müssen die Zusammenhänge und die Grundlagen von Konflikten durchschaut werden. Durch ein riesiges Indoktrinierungsprogramm werden wir
Menschen gegen unseren eigenen Willen negativ beeinflusst. Diesen Prozess gilt es, durchsichtig zu machen und mit tieferem Wissen in ein friedliches Handeln umzuwandeln.

Workshop 7
Buchvorstellung: Zwischen Brücken und Brandmauern
Dr. Ute Bergner, Jena
„Von einer, die auszog, Politik zu machen. Ute Bergner, erfolgreiche, mehrfach preisgekrönte Unternehmerin, wurde eines schönen Tages von der FDP gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, Mitglied des Thüringer Landtags zu werden. Sie musste nicht lange überlegen. Neue Aufgaben haben sie immer gereizt, die Aussicht, politische Fehlentscheidungen korrigieren zu können, noch mehr….“

Workshop 8
Informationskrieg
Florian D. Pfaff, Darmstädter Signal
Wie entstehen sicherheitspolitische Debatten und wem wird vertraut? Der Workshop beleuchtet die Rolle von Politik, Medien, Bundeswehr und NATO und lädt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Information, Interessen und öffentlicher Wahrnehmung ein.

Im Workshop wird die Rolle von Bundeswehr, Politik, Medien und internationalen Bündnissen in der sicherheitspolitischen Kommunikation behandelt. Im Fokus steht, wie Informationen in öffentlichen Debatten entstehen, vermittelt und unterschiedlich bewertet werden. Dabei soll diskutiert werden, wie Vertrauen in staatliche und mediale Kommunikation entsteht und welche Spannungsfelder es zwischen Information, Interessen und öffentlicher Wahrnehmung geben kann. Auch die Rolle der NATO in sicherheitspolitischen Kontexten wird dabei aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.
Ziel ist eine sachliche, kritische Auseinandersetzung mit Informationsprozessen und deren Wirkung auf gesellschaftliche Debatten.

Workshop 9
Rote Konferenzschaltung – Entscheidungen unter maximalem Risiko
Uwe Werner Schierhorn
Wie lassen sich Atomkriege durch Fehlentscheidungen verhindern? Der Workshop analysiert reale Beinahe-Katastrophen und simuliert mit der „Roten Konferenzschaltung“ Krisensituationen zwischen Eskalation, Verantwortung und Deeskalation.

Wie kann das Risiko eines Atomwaffeneinsatzes-aus-Versehen stark reduziert werden? Zum Beispiel durch eine Rote Konferenzschaltung.  Der Workshop basiert auf der Arbeit von Uwe Werner Schierhorn zu kritischen Situationen rund um Atomwaffen, darunter Fehlalarme, technische Störungen und Beinahe-Katastrophen. Im Zentrum steht die „Rote Konferenzschaltung“ als simuliertes Krisenformat: Unter Zeitdruck treffen politische, militärische und gesellschaftliche Akteure Entscheidungen und reflektieren dabei die Rolle von Information, Wahrnehmung und Verantwortung.
Anhand realer historischer Vorfälle werden Dynamiken von Eskalation und Deeskalation analysiert. Perspektiven aus dem kritischen Soldatenforum Darmstädter Signal sowie aus der Friedensarbeit im Umfeld der Evangelische Kirche in Deutschland fließen ein.
Der Workshop kombiniert audiovisuelle Kurzinputs und Fallanalysen und richtet sich an Jugendliche und Erwachsene mit Interesse an Friedens- und Sicherheitspolitik sowie ethischen Entscheidungsfragen.

Weiterführende Links(z.T. in Entwicklung)

Workshop 10
Freiheit beginnt mit Nein – Vetorecht
Ralf Ludwig
Informationen folgen

15:15 Uhr

Kaffeepause
Die Liebstedter Kuchenbäckerinnen verwöhnen mit einer Vielfalt Original Thüringer Blechkuchen

16:00 – 17:30 Uhr

Berichte von den Workshops – Auswertung des Tages

18:30 Uhr

Abendessen (kaltes Buffet)
Das Hotel an der Therme Bad Sulza bietet ein vielfältiges Buffet, das sowohl vegane und vegetarische Optionen als auch Speisen für unterschiedliche kulinarische Vorlieben umfasst.

20:00 Uhr

Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“ (Heinrich Heine 1843) oder Visionen eines friedlichen Deutschlands
Vortrag Reiner Braun
In dem Vortrag sollen die Möglichkeiten und Herausforderungen für eine Friedenspolitik, die vom deutschen Boden ausgehen könnte, dargestellt und diese in Auseinandersetzung mit der Konfrontation und Kriegsvorbereitungspolitik der Regierenden entwickelt werden. Es soll für das Engagement für ein friedliches Deutschland geworben werden.

ab 20:30 Uhr

Abendkonzert mit anschließendem Tanz  

Harmonische Zusammenarbeit wird hörbar! Musik überwindet Sprachbarrieren
Anna Koch (Violine; Deutschland), Irina Krümmling (Klavier;Russland, Deutschland) und Yaroslav Rabiuk (Dirigent; Ukraine) spielen mit dem Naumburger Dom-Kammerorchester klassisch Kompositionen aus Deutschland, der Ukraine und Russland (Sowjetunion).
Kultur verbindet!

Tom Horn, Weimar – Leonard Cohen Konzert
Der Singer/Songwriter, Schriftsteller und ehemalige Radio-Sprecher Tom Horn präsentiert seine Hommage an Leonard Cohen. Mit seiner warmen Stimme entführt er auf eine Zeitreise durch die Lieder und das Leben des großen kanadischen Musikers. Nachdenkliche und witzige Geschichten und auch eigene Lieder von Tom bereichern das Programm und lassen die Legende Cohen wieder lebendig werden.  Seit Jahrzehnten spielt Tom Cohens Songs und verfolgte dessen Entwicklung vom romantisch-rebellischen Songwriter zum tiefsinnig-philosophischen Poeten. Cohen gilt als einer der größten Songwriter und Poeten aus dem englischsprachigen Raum. Berühmt wurde er durch Titel wie „Suzanne“ und „So long, Marianne“. Seine Ballade „Hallelujah“ ist einer der am häufigsten gecoverten Songs überhaupt.

Tanzmusik mit Collage XS, Niedertrebra

Sonntag, 27. September

08:00 Uhr

Einlass, Registrierung, Networking und Einschreiben für die Workshops

09:00 Uhr

Begrüßung und kurze Information über die Ergebnisse des Vortages
Marion Schneider

9:30 Uhr

Aufteilung der Workshop-Gruppen in die Räumlichkeiten

09:30 bis 11:45 Uhr

Workshops für Kinder, Jugendliche

Workshop 1
Zukunftsreise ins Liebstedt Lab
Musia Bus und Micky Remann
Kann eine alte Scheune zu einem magischen Zukunftsort werden? Im Liebstedt Lab reist Ihr mit Fantasie, Bildern und Musik in die Zukunft. Taucht ein in ein Planetarium mit Wasser, entdeckt neue Welten und findet heraus, wie Frieden mit allen Sinnen erlebt werden kann.

Der Ordensburg Liebstedt ist auf Anhieb nicht anzusehen, dass hinter alten Mauern die vielen Aspekte des Friedens diskutiert werden. Oder ist es der Beginn einer Entwicklung, die noch viel weitergeht? Im Rahmen des Workshops wird eine Projektidee vorgestellt, bei der Teilnehmer und Teilnehmerinnen jeden Alters auf eine Abenteuerreise in die Zukunft gehen. Die Reise beginnt in der Scheune hinter der Burg, deren Ist- Zustand erst einmal wenig erwarten lässt. Die Reise führt in eine Zeit, in der sich die Scheune verwandelt hat. Sie ist zu einem Zukunftslabor geworden. Äußerlich bleibt das Gebäude erhalten, aber das Innere hat sich drastisch verändert. Wir nennen es Liebstedt Lab.
Im Liebstedt Lab wird erforscht, erlernt und erlebt, was passiert, wenn zwei bekannte Thüringer Innovationen zu einer dritten verschmelzen. Viele kennen das Planetarium in Jena mit der 360° Fulldome-Projektion, viele kennen die Toskana Therme Bad Sulza mit dem Liquid Sound System zum Musikhören unter Wasser. Niemand kennt bisher die Kombination der beiden.
Schwer vorstellbar? Der Workshop beginnt mit der Vorführung eines Films. Der Medienarchitekt Sergey Prokofyef hat sich die Mühe gemacht, das Liebstedt Lab virtuell zu erbauen, zu animieren, zu simulieren.
Ein paar Jahre vorausgedacht, ist im Liebstedt Lab ein mit Thermalwasser gefülltes Planetarium entstanden. In der Kuppel über dem Pool sind Bild- und Videoprojektionen zu sehen, im Wasser erklingt passende Musik. Menschen aus der Region und aus aller Welt erkunden die multimedialen Möglichkeiten, gestalten, komponieren und experimentieren.
Jetzt geht die Reise richtig los! Wir malen uns den Besuch im Liebstedt Lab so plastisch wie möglich aus. Wir legen uns in das (virtuelle) Wasser, wir lauschen den Klängen im Liquid Sound Pool, wir betrachten die Fulldome-Projektionen in der Kuppel – und wir lenken die Aufmerksamkeit auf eine konkrete Frage: Ermöglicht das Eintauchen in diese Welt einen neuen Zugang zum inneren Frieden? Einzeln und in der Gruppe? Entstehen hier Impulse, die einer friedlichen Welt zum Ausdruck verhelfen? Für alle, mit allen Sinnen?
Wie die Reise im Lern- und Fantasieort Liebstedt Lab weitergeht, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.
Am Ende des Workshops wird die Scheune genauso aussehe wie vorher. Es sei denn, es hat sich etwas verändert…

Workshop 2
Wenn Kinder und Jugendliche die Welt neu erfinden
Dr. Antje Reichert zusammen mit ihrem Sohn Florian
Wie müsste eine Welt aussehen, in der Kinder und Jugendliche gern aufwachsen? In einer offenen Mitmach-Werkstatt sammeln wir Ideen, Wünsche und Träume für die Zukunft – kreativ, bunt und praktisch mit ersten eigenen Schritten.

Wie müsste die Welt beschaffen sein, damit Kinder und Jugendliche gerne darin leben und groß werden? Was sollte es mehr geben — und was weniger? Was wünschen sich junge Menschen von Erwachsenen, Schule, Politik, Familie oder Nachbarschaft?
In dieser offenen Mitmach-Werkstatt sind Kinder und Jugendliche eingeladen, ihre Ideen für die Welt von morgen sichtbar zu machen. Sie können schreiben, malen, erzählen, fragen, träumen, diskutieren und eigene Vorschläge entwickeln.
Auf Karten, Plakaten oder einer großen Welt-von-morgen-Wand sammeln wir gemeinsam Wünsche, Gedanken und Zukunftsideen. Dabei bleibt es nicht nur beim Träumen: Zu den großen Ideen suchen wir auch kleine, praktische erste Schritte. Was kann ich selbst tun? Wer könnte helfen? Was könnten Erwachsene anders machen? Was könnte in Schule, Familie oder Nachbarschaft ausprobiert werden?
Das Angebot ist kreativ und offen. Kinder und Jugendliche können jederzeit dazukommen und sich so beteiligen, wie es für sie passt: mit Worten, Bildern, Symbolen oder im Gespräch.
Besonders an dieser Mitmach-Werkstatt ist, dass sie von Mutter und Sohn gemeinsam gestaltet wird. Am Ende entsteht (hoffentlich) eine bunte, ehrliche und inspirierende Sammlung von Zukunftsideen — von jungen Menschen selbst gedacht, gestaltet und sichtbar gemacht.

Workshop 3
Liebe, Hingabe und Scheitern als Chance – Wie wir den Frieden zwischen den Generationen wiederherstellen
Helena Romanus und David Aleithe, Friedensatelier Halle
Kindheit und Elternschaft sind geprägt von Verletzungen, Fehlversuchen und anderen Herausforderungen. Wie gelingt uns ein Perspektivwechsel und wie finden wir mit unseren Kindern/Eltern in eine heilsame Balance zwischen Verbundenheit und Autonomie? Wie lösen wir die transgenerationalen Verträge und Fesseln nachhaltig auf?

Workshop 4
Dein eigenes Kraftlied erschaffen – mit Herz & KI
Helmut Christof (Sun Dragon)
Musik kann heilen, erinnern und Kraft geben. In diesem kreativen Workshop erschaffst du mit Hilfe von KI dein persönliches Kraftlied – aus Gedanken, Gefühlen und Erinnerungen wird echte Musik. Ohne Vorkenntnisse, aber mit Neugier entsteht dein eigenes Mut-, Friedens- oder Herzenslied.

Musik kann heilen, erinnern und uns mit unserer inneren Kraft verbinden. In diesem kreativen Workshop erschaffen wir gemeinsam mit Hilfe künstlicher Intelligenz dein persönliches Kraftlied. Aus Gedanken, Gefühlen, Erinnerungen oder Visionen entwickeln wir Texte, Refrains, Mantras oder kleine Songs und verwandeln sie mit moderner KI-Musiktechnik in echte Musik – emotional, kraftvoll und überraschend schön. Du brauchst keine musikalischen Vorkenntnisse, keine perfekte Stimme und keine Erfahrung mit KI – nur Neugier und Freude am kreativen Ausdruck. Im Workshop erfährst du, wie Musik Gefühle beeinflusst, wie persönliche Lieder entstehen und wie moderne KI bewusst und kreativ genutzt werden kann. Am Ende hältst du vielleicht dein erstes eigenes Mut-, Medizin- oder Friedenslied in den Händen.

Workshop 5
Malen zum Frieden
Michael Arantes Müller
Zeichnungen zum Thema Frieden. Eingeladen sind alle Kinder und Jugendlichen von 10 bis 16 Jahren.

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Workshop 6
Wehrpflicht oder Kriegsdienstverweigerung
Ein ehemaliger Jugendoffizier antwortet
Florian D. Pfaff, Bundeswehr Major a.D. , u.a.
Wie werden sicherheitspolitische Themen Jugendlichen vermittelt – und welche Perspektiven bleiben dabei möglicherweise unsichtbar? Der Workshop beleuchtet kontroverse Fragen rund um Wehrdienst, Wehrpflicht und Kriegsdienstverweigerung sowie den Einfluss von Bildungsarbeit auf die Meinungsbildung junger Menschen

Im Workshop wird diskutiert, wie sicherheitspolitische Themen Jugendlichen vermittelt werden und ob dabei alle relevanten Perspektiven ausreichend sichtbar sind. Kritisch betrachtet wird, inwieweit der Zugang zu kontroversen Informationen und Debatten im schulischen Umfeld tatsächlich gewährleistet ist.
Im Mittelpunkt stehen die unterschiedlichen Modelle von freiwilligem Wehrdienst, einer möglichen Wehrpflicht sowie das grundrechtlich geschützte Recht auf Kriegsdienstverweigerung.
Zudem wird erörtert, wie staatliche und nichtstaatliche Akteure sicherheitspolitische Bildungsarbeit gestalten und welchen Einfluss dies auf die Meinungsbildung junger Menschen haben kann. Ziel ist die Frage, ob und wie ein wirklich pluraler und offener Diskurs zu sicherheitspolitischen Grundsatzfragen sichergestellt ist.

Workshop 7
Kriegsfolgen am Beispiel Altmunition in der Ostsee
Uwe Werner Schierhorn
Rüstungs-Altlasten wirken bis heute: Der Workshop beleuchtet Kampfmittelreste und ihre Gefahren für Umwelt, Infrastruktur und Sicherheit. Jugendliche erfahren, warum Entsorgung nötig bleibt – und entwickeln eigene Forderungen an Politik und Gesellschaft.

Uwe Werner Schierhorn ist Mitglied im BSKI – Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen e.V.. Dort ist eine Arbeitsgruppe zum Thema „Rüstungs-Altlasten als Gefahr für KRITIS“ in Planung. Im Mittelpunkt stehen die Folgen militärischer Altlasten für kritische Infrastrukturen, Umwelt und öffentliche Sicherheit.

Der Workshop richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene und bietet eine Einführung in die Themen Kampfmittelbelastung, Blindgänger, Munitionsreste sowie deren Auswirkungen auf Infrastruktur, Bauprojekte, Gewässer und Versorgungssysteme. Dabei wird erklärt, warum die Erkundung und Entsorgung von Rüstungs-Altlasten auch Jahrzehnte nach Kriegsende weiterhin notwendig ist und welche technischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen damit verbunden sind. Zugleich geht es um die Frage, welche Verantwortung Politik und Gesellschaft gegenüber kommenden Generationen tragen, denn die langfristigen Folgen heutiger und vergangener Entscheidungen werden vor allem von jungen Menschen getragen. Der Workshop möchte dazu ermutigen, sich mit den Risiken auseinanderzusetzen, eigene Positionen zu entwickeln und berechtigte Forderungen an Entscheidungsträger zu formulieren. Diese Forderungen sollen Haupt-Ergebnis des Workshops sein.

Workshop 8
Die Bedeutung der Diplomatie in der Politik
S.E. Leonidas Chrysanthopoulos, Botschafter a.h.
Kann Diplomatie Kriege verhindern? Der Vortrag zeigt anhand realer Erfahrungen, wie Gespräche zwischen Staaten Konflikte entschärfen und Frieden ermöglichen. Für Kinder und Jugendliche, auf Englisch mit Übersetzungshilfe.

Der Vortrag gibt einen verständlichen Einblick in die Grundlagen und die praktische Arbeit von Diplomatie. Anhand realer Beispiele wird gezeigt, wie internationale Beziehungen funktionieren und wie Gespräche zwischen Staaten selbst in angespannten oder konfliktreichen Situationen Wege zu Lösungen eröffnen können. Dabei wird deutlich, dass Frieden nicht zufällig entsteht, sondern das Ergebnis von Kommunikation, Verhandlung und dem Willen zum Kompromiss ist.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Missverständnisse zwischen Ländern abgebaut werden können und welche Rolle Vertrauen, Sprache und kulturelles Verständnis dabei spielen. Auch die Bedeutung von Geduld und Beharrlichkeit in langwierigen Verhandlungsprozessen wird thematisiert.
Für Kinder und Jugendliche wird der Zugang bewusst niedrigschwellig gestaltet: Der Workshop auf Englisch mit Übersetzungshilfe macht internationale Politik nachvollziehbar und zeigt, dass diplomatisches Handeln auf Fähigkeiten basiert, die auch im Alltag wichtig sind – wie Zuhören, Perspektivenwechsel und respektvoller Umgang miteinander.

Workshop 9
Friedlicher Wandel ist möglich
Antje Dietel
Friedlicher Wandel ist machbar – und eure Generation beweist das jeden Tag.

  • 1989 schien Freiheit unmöglich, bis die Menschen die Mauern einrissen.
  • Geschichte ist nicht nur im Lehrbuch, sie steckt voller echter Gefühle.
  • Ich war jung, hatte Angst und wollte nur eins: die Freiheit im Westen.
  • Hört meine wahre Geschichte über eine riskante Flucht aus der DDR.
  • Gefangen in einem System – wie ich damals alles für ein neues Leben riskierte.
  • Eure Gedanken sind mächtig: Wie lösen wir die Krisen von heute friedlich?
  • Schnappt euch einen Stift und hinterlasst eure Visionen an unserer Wand.
  • Die Welt verändert sich – lasst uns gemeinsam den friedlichen Weg finden.
  • Kommt vorbei, redet mit und werdet selbst zu Gestaltern der Zukunft.

12:00 Uhr

Mittagessen (Buffet-Snack-Bar)
Das Hotel an der Therme Bad Sulza bietet ein vielfältiges Buffet für alle Generationen, das sowohl vegane und vegetarische Optionen als auch Speisen für unterschiedliche kulinarische Vorlieben umfasst.

13:00 Uhr

Yann Song King singt aktuelle Lieder
Yann Song King verbindet Musik, Sprache und Haltung auf seine ganz eigene Weise. In seinen Liedern erzählt er mit Witz, Klarheit und einem besonderen Blick auf die Welt von gesellschaftlichen Fragen, Konflikten und dem Wunsch nach einem friedlicheren Miteinander. Seine Songs laden dazu ein, genau hinzuhören, mitzudenken und auch über schwierige Themen ins Gespräch zu kommen

14:00 Uhr

Vorstellung der Ergebnisse der Workshops

Bildung von Arbeitsgruppen für die Zukunft

ggf. Abschlusserklärung

15:30 Uhr

Fliegen lassen der Friedenstauben
Anschließend:  Aufstellen zum Gruppenbild „Friedenstaube
Innenhof der Ordensburg Liebstedt

16:00 Uhr

Auf Wiedersehen mit Kaffee, Kuchen und anderen stärkenden Köstlichkeiten

Rahmenprogramm

Bücherstand
Ganztägig durchgehend betreut – mit vielfältiger Literatur rund um Frieden und Dialog. Möchten Sie als Autor Ihre eigenen Bücher mit ausstellen und passen sie zum Thema? – Dann schicken Sie uns zur Anmeldung der Bücher und Mengen vorab eine Mail an . Die Bücher sollten ungefähr 2 Wochen vor Veranstaltungsbeginn bei uns eintreffen. Verkaufte Exemplare werden nach der Veranstaltung abgerechnet.